Kaum mehr, nur neu:
Wohnraum im Spiesshöfli
Auf dem bisherigen Spiesshöfli-Areal ist moderner Wohnraum geplant, der die abgerissenen Liegenschaften entlang der Bottmingerstrasse ersetzt. Grosszügiger Grünraum säumt die Gebäude. Zudem wird die Umgebung des Birsigs aufgewertet und für alle zugänglich gemacht.
Das Beste daran ist die Tatsache, dass die Bauherrschaft für die Finanzierung aufkommt und nicht die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. So bleiben 20 Millionen aus den Gemeindereserven unangetastet. Zudem spülen die geplanten Wohnungen und Räumlichkeiten der Gemeinde zusätzliche Steuereinnahmen in die Kasse. Ein Park wäre nicht nur in der Planung und Errichtung, sondern auch im Unterhalt kostspielig.
Das redimensionierte Bauprojekt
Im Zuge eines Mitwirkungsverfahrens im Sommer 2023 brachten die Bevölkerung sowie politische Vertreter ihre Anliegen zum ursprünglichen Quartierplan für das Spiesshöfli-Areal vor. Die Grundeigentümer nahmen diese Rückmeldungen ernst und überarbeiteten in enger Abstimmung mit der Gemeinde das Projekt. Das sind die wichtigsten Änderungen:
- Anstelle von zwei grossen sind drei kleinere und weniger hohe Gebäude vorgesehen.
- Das sieht nicht nur luftiger aus, sondern hilft auch, Lärmreflexionen und Hitzeabstrahlung zu reduzieren.
- Insgesamt entstehen so nur 91 Wohnungen in unterschiedlicher Grösse anstelle der ursprünglich 115 geplanten Einheiten. Sie eignen sich für Familien, Paare und Einzelpersonen.
- Aufgrund einer angepassten Platzierung der Liegenschaften kann der Grünraum vergrössert werden. Auf der bebaubaren Fläche sind insgesamt 40 Prozent für Grün- und Erholungsflächen reserviert, das ist deutlich mehr als vorher.
- Die Fläche zwischen dem Birsig und den Gebäuden wird als naturnaher Raum ausgestaltet. Es entsteht Lebensraum für Pflanzen und Tiere, der zugleich einen wichtigen Beitrag zu einem optimalen Mikroklima im städtischen Gebiet bietet.
- 10 Prozent der Wohnungen werden von den Grundeigentümern freiwillig kostengünstig vermietet. Sie eignen sich somit auch für Menschen mit kleinerem Budget.
Eckdaten zu den geplanten Neubauten
- Auf dem Areal sind drei Liegenschaften mit insgesamt 91 Wohnungen vorgesehen, davon:
- 2.5-Zimmer: 25
- 3.5-Zimmer: 53
- 4.5-Zimmer: 12
- 5.5-Zimmer: 1
- Die Wohnungen eigenen sich für Familien, Einzelpersonen und Paare.
- Eines der Gebäude ist siebengeschossig, die anderen beiden sechsgeschossig.
- Die Grundeigentümer verpflichten sich, 10 Prozent des Wohnraums kostengünstig zu vermieten.
- Das Erdgeschoss der Gebäude bietet Platz für stilles Gewerbe oder Wohnnutzung (z.B. Kinderkrippe, Ateliers, Therapie etc.).
- Die Umgebung des Birsig wird renaturiert. Es entsteht ein Gebiet, das Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum bietet und zugleich einen wichtigen Beitrag zu einem optimalen Mikroklima im sonst dicht bebauten städtischen Gebiet bietet.
- Die Fläche zwischen dem Birsig und den Gebäuden wird als naturnaher Raum ausgestaltet. Es werden standorttypische Pflanzen verwendet.
- Die Versiegelung der Oberflächen in den Aussenräumen wird auf ein Minimum reduziert. Die verwendeten Beläge sind wasserdurchlässig.
- Unterschiedliche Materialien und Begrünungen prägen die Fassaden der drei Wohnhäuser.
- Die Projektpartner verpflichten sich, die Gebäude entsprechend dem Gold-Zertifikat des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) zu realisieren.
- Für die Gebäude ist eine ausgezeichnete Lösung für einen guten Wärmeschutz im Sommer und optimalen Kälteschutz im Winter vorgesehen.
- Der Wärmebedarf zum Heizen soll hauptsächlich aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden (lokales Fernwärmenetz, Photovoltaik).
- Die Gemeinde Binningen profitiert dank den neuen Wohnungen von entsprechenden Steuereinnahmen.
- Für die geplanten 91 Wohnungen und die aktuell vorgesehenen Gewerbeflächen sind insgesamt 65 unterirdische Parkplätze vorgesehen. Die Erschliessung der Autoeinstellhalle erfolgt über die Brückenstrasse.